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Frust bei Franz

Donnerstag, 4. März 2010 - 13:35

Die Haut rund um die Risswunde unter dem linken Knie ist entzündet. Inzwischen ist ein Blutbild erstellt worden.

Maik Franz ist schon ein bisschen frustriert. Zuerst konnte er über die scherzhaften Bemerkungen über seinen Trainingsunfall vom letzten Freitag noch lachen, jetzt ist ihm nicht mehr zu Späßen zumute. «Dem Dummy geht’s gut», hatte Trainer Michael Skibbe gesagt, «die Spieler müssen einfach besser aufpassen.»

Abwehrspieler Franz war wie vor ihm schon einmal Stürmer Nikos Liberopoulos mit einem «Dummy» zusammengerasselt und hatte sich eine Risswunde kurz unterhalb des linken Knies zugezogen. Schon am Tag darauf in Stuttgart sollte Franz wieder spielen. Das hat nicht geklappt, die Schmerzen waren trotz dämpfender Medikamente zu stark. Und jetzt steht sogar der Einsatz im Heimspiel in der Fußball-Bundesliga am Samstag gegen den FC Schalke 04 auf der Kippe. «Es ist nichts Dramatisches», sagt Franz genervt, «aber es geht auch nicht so richtig vorwärts.»

Während Trainer Michael Skibbe davon ausgeht, dass Franz heute Nachmittag beim Training dabei sein kann «und am Samstag einsatzfähig ist», bleibt Franz eher skeptisch. Die mit vier Stichen genähte Wunde sehe zwar «ganz gut aus», sagt Franz, «aber rund um die Wunde ist alles heiß, also entzündet.» Selbst Radfahren ist ihm in den letzten Tagen schwer gefallen.

Und so hat Mannschaftsarzt Dr. Matthias Feld Franz gestern in die BG-Unfallklinik geschickt, um ein Blutbild erstellen zu lassen. «Wir wollen der Sache jetzt auf den Grund gehen», sagt Franz. Natürlich würde der eisenharte Verteidiger gegen Schalke gerne spielen, aber wer mit ihm spricht, hört aus den Worten deutliche Vorsicht heraus. «Die Verletzung hat sich in den letzten zwei, drei Tagen nicht wirklich verbessert», sagt der 28 Jahre alte Franz, «deshalb bin ich auch nicht zufrieden.»

Die personelle Not für Trainer Skibbe wäre auch ohne Maik Franz nicht ganz so groß. Denn mit dem zuletzt gesperrten Selim Teber und wahrscheinlich sogar auch mit dem über Monate verletzten Martin Fenin, können zwei Spieler dazustoßen.

Nikos Liberopoulos wird rechtzeitig zum Spiel von seinem «Vaterschaftsurlaub» aus Griechenland zurückkehren, und auch auf die Nationalspieler Christoph Spycher, Pirmin Schwegler (gestern mit der Schweiz in St. Gallen gegen Uruguay), Halil Altintop (in Istanbul mit der Türkei gegen Honduras) und Sebastian Jung (mit der U 20 in Berlin gegen die Schweiz) setzt der Frankfurter Trainer.

In der Anfangself wird es deshalb wohl nur eine einzige Änderung gegenüber dem Spiel in Stuttgart geben. Für den Brasilianer Caio kommt Teber ins Spiel.

Quelle www.fnp.de

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