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Ergebnis täuscht über eigentlichen Spielverlauf hinweg
Bei Temperaturen knapp über 0 Grad Celsius verlor die Frankfurter Eintracht am Samstag gegen den FC Schalke 04 vor 51.500 Zuschauern unverdient mit 1:4 (0:2). Bereits nach einer Viertelstunde gingen die Gäste durch zwei Standardsituationen (Matip und Höwedes) mit 2:0 in Führung. Kurz nach dem Wiederanpfiff brachte Meier die Eintracht zurück ins Spiel (51.), doch die Gelsenkirchener nutzten zwei Konter in der Schlussphase eiskalt aus (Rakitic, 80. und Kuranyi, 89.) und schlugen die Gastgeber viel zu hoch mit 4:1.
Selim Teber kehrte nach seiner Gelbsperre zurück in die Anfangsformation und schickte damit den vergangene Woche kurzfristig für den verletzten Maik Franz eingesprungenen Brasilianer Caio zurück auf die Bank. Während Trainer Michael Skibbe auch dieses Mal auf seinen Innenverteidiger verzichten musste, nominierte er erstmals seit seiner letzten Einwechslung am 12. Spieltag in Leverkusen vor genau vier Monaten den wieder genesenen Martin Fenin für den Kader, welcher dann in der 81. Minute auch zu seinem Debüt kam.
Die Eintracht begann ordentlich und störte die "Knappen" mit starkem Pressing tief in ihrer Hälfte, welche ihre Angriffsbemühungen bis dato auf lange Bälle ohne Abnehmer beschränkten. Effektiver waren sie allerdings beim Ausnutzen von Standardsituationen und sorgten in der 12. und 15. Minute für einen Doppelschlag. Eine zunächst geklärte Schalker Ecke wurde von dem auf einmal über den rechten Flügel kommenden Rafinah zurück in den Strafraum genau auf den Kopf von Matip geschlagen, der ins lange Eck einnetzte. Drei Minuten später schlug Rakitic einen Freistoß vor das Tor, wo Höwedes abermals mit dem Kopf zur Stelle war. Auch hier war Nikolov chancenlos.
Dann drehte die Eintracht auf und wirkte keinesfalls lethargisch, wie man es danach hätte erwarten können. So hatte Teber die erste Großchance für die Hausherren als er aus spitzem Winkel nur knapp am linken Torpfosten vorbei schoss (17.). Köhler hätte in der 23. Minute beinah einmal mehr sein Können am ruhenden Ball bewiesen. Sein Freistoß aus zentraler Position zischte nur Zentimeter am linken Pfosten vorbei.
Dass die Schalker noch nicht ganz aus dem Spiel waren, bewies Schmitz mit einem Distanzschuss aus 25 Metern, der nur knapp über die Latte flog (33.). Schwegler mogelte sich nur Minuten später nach schönem Kombinationsfußball in den Strafraum, sein Schuss ins kurze Torwarteck stellte Neuer allerdings vor keine großen Probleme. Während die Eintracht zur ersten Halbzeit mit mehr Ballbesitz auftrumpfen konnte, waren es die Gäste mit ihrer eiskalten Chancenverwertung.
Mit dem Seitenwechsel nahm Trainer Skibbe Caio für Köhler in die Partie. Er war auch gleich am Anschlusstreffer beteiligt. In der 51. Minute spielte Caio einen Pass in die Gasse. Der im Abseits stehende Altintop agierte klug, ging nicht zum Ball und ließ den Angriff damit weiterlaufen. Ochs sprintete zum Leder, legte direkt quer in die Mitte auf den mitgelaufenen Meier und der musste aus dem Lauf nur noch ins Tor einschieben. Die Hausherren spielten nun auch wie solche. Altintop stand an der Torauslinie nach einem schnellen Einwurf von Spycher völlig frei, flankte an den Strafraum, dort zog Ochs volley ab, doch sein strammer Schuss flog zwei Meter am Kasten von Neuer vorbei (59.).
Keine zwei Minuten später flankte Alintop erneut von links auf den am Strafraum postierten Ochs, der legte weiter auf Meier, welcher völlig frei vier Meter vor dem Tor auftauchte, legte gefährlich quer vor das Tor. Doch dort klärte Höwedes in größter Not vor dem einschussbereiten Caio. Nikolov hielt die Eintracht in der 64. Minute im Spiel, als er einen Flachschuss von Rakitic aus 23 Metern ins linke untere Eck am Tor vorbei lenkte. Sieben Minuten später flog eine Volleyabnahme von Kuranyi nur knapp über die Latte.
Eine Viertelstunde vor dem Ende kam Korkmaz für Teber und stärkte damit die linke Außenbahn. Die Eintracht war weiterhin um den Ausgleich bemüht, doch in der 80. Minute spielten die Gäste einen Konter über die rechte Seite zu Ende. Die Hereingabe von rechts musste Rakitic nur noch zum 1:3 einschieben. Die Eintracht ließ dennoch nicht nach und so hatte Neuer seine Probleme bei einem Fernschuss von Schwegler, den er nur mit dem Knie zur Ecke klären konnte.
Den Schlusspunkt setzte Kuranyi als er nach einem abseitsverdächtigen Zuspiel frei vor Nikolov auftaucht, diesen umkurvt und das 1:4 markiert (89.).
Eine aus Frankfurter Sicht nicht nur in der Höhe unverdiente Niederlage. Die Eintracht hatte zeitweise mehr vom Spiel, blieb aber im Torabschluss unglücklich. Mit einem Remis hätten sich die Gäste durchaus zufrieden geben können. So täuscht das Ergebnis am Ende über den eigentlichen Spielverlauf hinweg. Nun reisen die Adlerträger am kommenden Samstag zu Hannover 96, die am heutigen Samstag ihren ersten Sieg seit dem 31.10.2009 (1:0 in Köln) beim SC Freiburg einfahren konnten.
Quelle:www.eintracht.de
