Maik Sportlich
Wer war/ist Dein größtes Vorbild?
Schon als kleiner Junge war das Stefan Effenberg. Als ich dann später mit ihm in Wolfsburg spielte, hat sich das tolle Bild bestätigt: „Effe“ ist eine Persönlichkeit, er hat Charakter, enormen Ehrgeiz und hat auch daher so große sportliche Erfolge geschafft.
Welcher Trainer hat Dir am meisten beigebracht?
Jeder Trainer hat seine eigene Handschrift und ich habe von jedem etwas gelernt.
Meine Top 5:
- Mein Vater!
- Matthias Pape. Er war mein A-Jugendtrainer in Magdeburg und hat mich aus Halberstadt geholt. Er hat mir den ersten Schliff verpasst.
- Ede Becker. Er gab mir, mit Ruhe und Gelassenheit, das absolute Vertrauen, die so wichtige Rückendeckung. Er hat mir geholfen, dass ich meine Leistungen konstant abrufen kann.
- Wolfgang Wolf. Er war mein erster Profitrainer, damals beim VfL Wolfsburg. Er war so etwas wie eine Vaterfigur, der mir wichtige Dinge für das Profigeschäft beigebracht hat.
- Eberhard Vogel: Er begleitete meine ersten Schritte im Seniorenbereich in Magdeburg. Ein richtig guter Trainer, zu dem ich noch immer Kontakt habe und der mir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht.
Wie hältst Du Dich fit?
Zuerst einmal: Durch das Training bei der Eintracht. Da versuche ich immer, mich zu verbessern. Zudem ist es für einen Profi wichtig, sein Kapital - sprich seinen Körper - zu pflegen. Sollte Reha angesagt sein, muss die absolut ernsthaft durchgeführt werden, auch wenn´s nervig wird. Gutes, gesundes Essen gehört ebenso dazu wie ausreichend Getränke zu sich zu nehmen. Zudem habe ich ein Umfeld, das mich versteht, mir hilft und mich, wenn nötig, aufbaut.
Welchen Tipp würdest Du jungen Sportlern geben?
Ich bin ja noch jung, aber ich habe gelernt: Wenn man Profi werden will, muss man immer wissen, dass der Fußball an erster Stelle stehen MUSS. Immer. Auch abends, auch nach Spielen – immer. Für den Fußball muss man alles geben und dafür auch mal auf andere Dinge verzichten. Aber: Wenn der Fußball an erster Stelle steht, dann ist alles andere auch nicht mehr so wichtig.
Wie bereitest Du Dich auf ein Spiel vor?
Die Phase der Vorbereitung beginnt bei mir zwei Tage vor dem Spiel. Da stehen dann, neben dem zielgerichteten Training, zuerst die Ernährung und viel Schlaf auf dem Programm. Im Trainingslager lese ich viel, diskutiere aber auch mit den Kollegen über den kommenden Gegner. Über Stärken, Schwächen, Einzelspieler - Taktik. Am Spieltag steigert sich das Kribbeln und kurz vor dem Anpfiff bin ich irgendwie in einem Tunnel - weil ich absolut auf das Spiel konzentriert bin. Nur wenn man zu hundert Prozent konzentriert ist, wenn man total motiviert ist, kann man eine Top-Leistung abrufen.
Was war das beste Spiel Deines Lebens?
Da kann ich mich schwer festlegen. Aber bevor ich eine Rangliste erstelle: Ich hoffe, das absolute Highlight kommt noch - vielleicht sogar ein paar Mal.
- Mein Bundesligadebüt mit Wolfsburg in Dortmund. Es gab eine 0:4 Klatsche vor 73 000 Zuschauern…
- Mein erster Sieg als Fußballer. Ich erinnere mich noch ganz genau an das 2:1 über Anderbeck. Und zwar daher, weil wir zuvor lange nur verloren hatten. Ich sehe mich noch heute, wie ich damals voller Stolz nach Hause kam.
- Der Auftritt mit der U21 Nationalelf in der Türkei beim Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2004 in Deutschland. Wir haben in Istanbul vor 45 000 verrückten Fans gespielt.
- Der Derbysieg mit dem Aufsteiger KSC gegen den amtierenden deutschen Meister VfB Stuttgart J!!!!
- Das Aufstiegsspiel mit Magdeburg gegen BFC Dynamo Berlin, bei dem es um die Qualifikation für die Regionalliga ging. Wir haben vor 24 000 begeisterten FCM Fans 5:2 gewonnen.
Was war Dein schönster Moment im Sport?
Als der Aufstieg mit dem KSC in trockenen Tüchern war.
Hast Du einen Lieblingsgegner?
Eigentlich den Hamburger SV. Da mache ich meistens geile Spiel, beim Saisonabschluss 07/08 war das allerdings nicht so besonders geil… ;-)
Hast Du einen Angstgegner?
Nein, man kann es sich eh nicht aussuchen, also gibt es so etwas nicht.
Was war Deine schlimmste Verletzung?
Zum einen eine Schulterverletzung. Da war rechts aber wirklich alles kaputt. Ich war mehr als drei Monate verletzt. Und danach die Fersenoperation. Da war ich für fünf Monate weg. Das war schlimm. Sonst: Toi, toi - toi!
Was würdest Du gerne noch sportlich erreichen?
Das größte Ziel für jeden Fußballer ist die Nationalelf. In der U21 durfte ich ja schon 19 Mal ran, jetzt würde ich verdammt gerne in der A-Nationalelf spielen.







